Es war einmal...

... ein weiser Zauberer, der reiste durch die Lande und kam einmal zu einer jungen Hexe. Diese war nur noch ein Häufchen Elend; sie hatte sich auf einen schwarzen Magier eingelassen, der sie mit einem Bannspruch an sich fesselte, und ihre Flucht hatte sie einen Teil ihrer selbst gekostet.

Wie nun der Zauberer bei ihr war, half er ihr mit seinen magischen Worten, allmählich wieder zu Kräften zu kommen. Jedoch hallten die Bannsprüche des schwarzen Magiers noch in der jungen Hexe nach, und die Echos der Worte des weisen Zauberes konnten dem nichts entgegensetzen. Als sie dem schwarzen Magier ein zweites Mal zu erliegen drohte, erschien wieder der weise Zauberer, gerade zur rechten Zeit, und stärkte sie mit seinen schutzzauberischen Worten.

Doch es währte nicht lange, da wurde der weise Zauberer krank; er benötigte nun all seine gute Magie, um sich selbst bei Kräften zu halten, und einen Weg durch seine auf einmal ins Chaos gestürzte Welt zu finden. Die junge Hexe wusste darum, und wusste auch, dass sie den weisen Zauberer vielleicht nie wieder sehen würde. Es tat ihr leid, dass sie nicht mehr tun konnte, als ihm nun ihrerseits gute Wünsche zu schicken; und so verging einige Zeit, und die Hexe dachte oft an den weisen Zauberer und an dessen Worte, und dachte auch noch daran, als sie der Macht des schwarzen Magiers ein drittes Mal erlag; und sie dachte an die Worte des weisen Zauberers und wusste, dass sie auf sie hören sollte, und wusste, dass sie es nicht konnte.

Und so wartet die Hexe noch heute auf einen weisen Zauberer, der es ein für allemal schafft, den Bann des schwarzen Magiers zu brechen.
Streu mich wie Sterne in die Nacht (anonym) (Gast) - 30. Jul, 08:12

Manchmal ...

... wartet man eine Ewigkeit ...

Den Bann zu brechen bedarf es nicht viel. Ein wenig Weisheit wäre nicht schlecht dabei. Brauchst Du welche?

Dorina (Gast) - 31. Jul, 17:14

... Ja, manchmal wartet man eine Ewigkeit.
... Weisheit ist mir gerade abhanden gekommen, aber es stört mich nicht.

Fin: In meinem Blog lass ich Kommentare, so wie ich das meine. Es steht ja jedem frei hier zu lesen - oder es zu lassen.
prestidigitateur (anonym) (Gast) - 7. Aug, 13:02

zum trost?

Manchmal:

Meine Gedanken brennen auf der Zunge und wollen raus. Wollen raus, bevor sie tiefe Wunden in mich ätzen, so wie sie das ausgesprochen gut können.

Derart knapp entronnen, verfolgt mich nun mein Herz und diese verfluchte Gedankenlosigkeit. Dabei glaubte ich, ich hätte beides schon längst verloren.

Die Einbildung baut dir wunderschönste Luftschlösser, aber jedes einzelne davon hat goldene Gitter. Die Freiheit der Phantasie baut sich ihre eigenen Mauern und Grenzen. Du rennst dir die Fresse blutig, immer wieder und wieder schlägt dein Kopf gegen die eigene Mauer.

Da bauten Herz und Einbildung die wunderbarsten Luftschlösser, doch jedes davon war von Gittern umgeben. Unsere Phantasie ist es, die die Grenzen setzt. Die Mauern. Und daran rennen wir uns die Fresse blutig, aber wir geben nicht auf und rennen weiter dagegen an. Gegen die Mauern, die wir uns selber setzen.

In meinen Träumen springe ich mühelos über diese Wälle, balanciere und tänzele auf ihnen, keine eingelassene Scherbe schneidet meinen Fuß. Dann erwache ich – und stürze in die Tiefe. Die Realität meiner Einbildung hat mich wieder eingeholt.

"Selbst Schuld" – brennt der nächste Gedanke sein Loch in den Kopf. Zwischen all den anderen Träumereien. Den anderen Gedanken über Liebe, Sehnsucht, Wehmut, Heiterkeit und allem davor, dahinter, dazwischen.
"Du bist was du denkst. Du isst was du dir kochst, Suppenkasper, Eingebrockter. Friss das Kleiner und nimm dir das nächste Mal nicht so viel auf den Teller. "

Und so frisst die phantastische Realität den Traum, spukt das Herz aus und kaut auf den Resten der Gefühle herum. Zurück bleibt ein komischer Nachgeschmack ...

Manchmal tut es einem leid, was man gesagt oder geschrieben hat. Sogar einem alten Zauberer.
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