Energiearbeit
Wie heftig fremde Energien auf einen selbst projeziert werden, hab ich am eigenen Leib vor kurzem erlebt. Mit zwei Kolleginnen war ich im Garten, und eine hatte mit Familienzwist zu tun. Sie berichtete ein wenig, unterbrach dann aber und sagte: "Wir machen jetzt eine Aufstellung". So mir nichts Dir nichts stand ich also neben meiner anderen Kollegin, hatte da noch keine Ahnung, was eine Aufstellung war und hatte so ein inneres Fragezeichen.
Die Kollegin kam zu mir, legte mir die Hände auf die Schultern, sah mir in die Augen und sagte, während sie an meinen Armen runterstrich: "Du bist jetzt meine Mutter." Die andere Kollegin, links neben mir, war ihr Vater. Sie drehte uns den Rücken zu und die andere Kollegin und ich sahen uns an. Ich fühlte mich sofort kraftlos, auch nicht wirklich interessiert, etwas genervt. Und: ich war nicht mehr da. Für einen Zeitraum von vielleicht 2-3 Minuten war ich einfach weg. Ich habe nichts mehr um mich rum wahrgenommen und war auch eigentlich gar nicht mehr ich.
Die dritte Kollegin kam zurück und fragte, wie wir uns fühlten, uns selbst, und in Bezug auf den jeweils anderen.
Unsere Schilderungen spiegelten exakt die Situation wider.
Dazu sei noch gesagt, dass diese Aufstellung wirklich nur zur Verbildlichung diente, und nicht zur "Lösungssuche" gedacht war.
Als alles gesagt war, schüttelten wir uns und streiften die "fremde Haut" ab.
Insgesamt ein sehr spannendes Erlebnis. Bislang dachte ich immer, man müsste sich auf Energien einschwingen, so wie man z.B. auch Rituale und Meditationen innerlich vorbereitet, aber die Aufstellung hat mich anderes gelehrt. Vielleicht ist diese Erfahrung auch der Auslöser für meine Dünnhäutigkeit.
Wer weiß, wofür es gut war. Und noch sein wird.
