Unsichtbare Fäden
Unsere Version is rhythmisch ein wenig schwieriger, die widdewitts und bum bums ziehen sich versetzt durch alle Stimmen. Und so hing ich auch - in Gedanken, nur in Gedanken - an einer längeren Folge "bum"s.
Da ertönte aus der Puppenecke von einer 5jährigen ein kleiner Gesang: "bum bum bum bum bum bum bum" - in haargenau dem selben Rhythmus, der mir im Kopf schwirrte. Auf meine Frage: "Nanu, was ist das denn für ein Lied?" kam die Antwort: "ich weiß auch nicht, ich hatte das so im Kopf."
Toll oder? :)
Das zeigt wieder einmal, wie unmittelbar doch das eigene Innenleben auf andere Menschen wirkt bzw. wirken kann, wenn für derartige Wahrnehmungen eine Offenheit besteht. Wobei Kinder sowieso "offen" sind, da sie ihre Wahrnehmungen noch nicht bewusst lenken oder steuern, sondern alles einfach ganz unmittelbar auf sie wirkt.
Rudolf Steiner hat in seinen esoterischen Übungen auch eine "Gedankenübung":
Auf seine Vorstellungen (Gedanken) achten. Nur bedeutsame Gedanken denken. Nach und nach lernen, in seinen Gedanken das Wesentliche vom Unwesentlichen, das Ewige vom Vergänglichen, die Wahrheit von der bloßen Meinung zu scheiden. Beim Zuhören der Reden der Mitmenschen versuchen, ganz still zu werden in seinem Inneren und auf alle Zustimmung, namentlich alles abfällige Urteilen (Kritisieren, Ablehnen), auch in Gedanken und Gefühlen, zu verzichten. Dies ist die sogenannte "richtige Meinung".
